Grundlagen des Kartenlegens – die große Tafel

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Wenn Sie sich mit den Lenormandkarten beschäftigen, dann sind Sie in der Regel auf der Suche nach Antworten. Die Bedeutung der Karten zu kennen ist aber nur der erste Schritt auf Ihrem Weg, denn um zu einer Aussage zu gelangen, brauchen Sie ein System nach dem Sie die Karten auslegen. Es gibt eine unendliche Menge an Möglichkeiten dies zu tun, aber die am häufigsten angewandte und vielseitigste Variante ist die große Tafel. Hier zeige ich Ihnen, wie Sie dieses Legesystem anwenden.

Herzerfüller
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Ein wichtiges Charakteristikum der großen Tafel ist die Tatsache, dass alle 36 Karten ausgelegt werden, was bei anderen Systemen, wie z.B. dem keltischen Kreuz, nicht der Fall ist. Dadurch haben Sie eine maximale Aussagekraft des Kartenbildes, aber man kann sich natürlich auch schnell in der Vielzahl an möglichen Kombinationen verlieren.

Es gibt zwei verschiedene Arten auf die Sie die Karten auslegen können, zum einen das 8×4 System und zum anderen das 9×4 System. Ich persönlich bevorzuge die 8er Variante, aber es gibt hier kein richtig oder falsch. Am besten probieren Sie beide aus und schauen dann mit welcher Version Sie besser zurecht kommen.

Die 8×4 Auslegung

Bei dieser Variante werden die 36 Karten des Lenormand Decks in vier Reihen à acht Karten ausgelegt. Wenn Sie nachgerechnet haben, dann wissen Sie jetzt natürlich, dass hierbei vier Karten übrig bleiben. Diese Restkarten werden in einer fünften Reihe mittig platziert, so dass Sie zu folgendem Kartenbild gelangen:

Lenormand Grundlagen 8x4 System

Die 9×4 Auslegung

Bei der 9×4 Variante werden die Karten, Sie ahnen es schon, in vier Reihen à neun Karten ausgelegt. Hierbei gibt es keine „Überbleibsel“ wie bei der 8er Variante und deshalb entsteht ein gleichförmiges rechteckiges Gebilde, das folgendermaßen aussehen sollte:

Lenormand Grundlagen 9x4 System

Vor- und Nachteile der beiden Systeme

Der Vorteil der 9er Legung besteht darin, dass sich ein gleichförmiges Rechteck ergibt. Viele Kartenleger empfinden dies als harmonischer und alle Karten werden gleichmäßiger in die Deutungsstränge eingebunden. Manche glauben auch im 9er System eine auf der Numerologie beruhende Ordnung zu sehen (so zu lesen bei Kathleen Bergmann in ihrem Buch: Die fabelhafte Welt des Lenormand*).

Was innerhalb der 9er Legung von vielen als Vorteil gesehen wird, kann man aber auch als Nachteil auslegen, denn die fünfte Reihe in der 8er Legung eröffnet die Möglichkeit diese, aus der sonstigen Symmetrie des Kartenbildes heraus fallende Position, auch mit besonderen Aufgaben zu belegen. Mehr dazu finden Sie z.B. in meinem Artikel über die Schicksalskarten.

Der herausragendste Vorteil der 8er Legung ist aber m.E. die zentrale Position der Hauptpersonen 28 und 29, also die Karten von Herr und Dame. Die Häuser, d.h. die Grundpositionen dieser Karten, liegen in der 8er Legung zentral im Kartenbild und alles andere gruppiert sich außen herum. Egal ob der Ratsuchende jetzt eine Frau oder ein Mann ist und egal um was sich die Fragestellung auch dreht, die Karten 28 und 29 sind immer Dreh- und Angelpunkt der Antwortsuche. Deshalb sollten diese Karten auch eine entsprechende Position im Kartenbild haben.

Die Frage, die sich Ihnen nun natürlich stellt ist „Wie sehe ich denn jetzt in all diesen Karten die Antwort auf meine Frage?“. Nun, dann lesen Sie am besten gleich meinen nächsten Artikel: Deutungsstränge in der großen Tafel.

Bildernachweis

Big frame* – photodune 5441484
(* = Werbepartner)

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