Korrespondenzkarten im Lenormand

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In diesem Beitrag widme ich mich der Frage, was eigentlich Korrespondenzkarten im Lenormand sind und wie man sie deuten kann.

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Wie wird die Korrespondenzkarte bestimmt?

Beim Korrespondieren geht es im Lenormand zunächst einmal darum zwei Karten miteinander in Verbindung zu bringen, die sich in der großen Tafel diagonal gegenüberliegen. Dazu stellt man sich zwei Linien vor, eine vertikale und eine horizontale, die durch die Mitte der großen Tafel verlaufen. Dann spiegelt man gedanklich die zu deutende Karte erst vertikal und dann horizontal an diesen Achsen und gelangt so zur Korrespondenzkarte. Klingt zunächst kompliziert, ist aber ganz einfach, wenn man es sich anhand eines Schaubildes vor Augen führt.

Korrespondenzkarten in der grossen Tafel

 

Betrachten wir uns zur Übung beispielhaft die Karte auf der Position 27. Sucht man die zu dieser Karte gehörige Korrespondenzkarte, so spiegelt man zunächst an der vertikalen Achse und gelangt so zu Position 30. Im nächsten Schritt spiegelt man ein zweites mal, aber nun an der horizontalen Achse und gelangt so zu Position 6. Die Karte, die in der großen Tafel dort liegt ist nun die gesuchte Korrespondenzkarte. Nehmen wir einmal ganz konkret an, dass auf Position 27 der Anker liegen würde und auf Position 6 der Ring, dann könnte man sagen „der Anker korrespondiert mit dem Ring“ oder ebenso anders herum „der Ring korrespondiert mit dem Anker“.

Auf die gleiche Weise lassen sich jetzt für alle anderen Karten ebenfalls die korrespondierenden Karten finden. Eine Ausnahme bilden die letzten vier Karten, die im Schaubild oben in grau gekennzeichnet sind. Diese Karten spielen nicht nur in der Deutung des Kartenbildes eine gesonderte Rolle, sie fallen auch schon symmetrisch aus dem Bild heraus und lassen keine Bestimmung einer Korrespondenzkarte zu.

Exkurs: Manche Kartenleger verbinden die letzten vier Karten über Kreuz mit der vierten Reihe des Kartenbildes, um die Korrespondenzkarte zu bestimmen. D.h. sie sehen z.B. die Karte in Position 28 als Korrespondenzkarte der Karte in Position 33. Das ist m.E. insofern schlecht, als dass es beim korrespondieren im Sinne des Wortes um eine „gegenseitige“ Verbindung geht. Legt man aber die korrespondierenden Karten auf diese Weise fest, so ergibt sich daraus ein Ungleichgewicht. Die Gegenseitigkeit wäre verletzt, da die Korrespondenzkarte zu Position 33 die Position 28 wäre, aber nicht umgekehrt, denn die Korrespondenzkarte zu Position 28 ist die Position 5.

Wie wird die Korrespondenzkarte gedeutet?

Die Art und Weise, wie man die Korrespondenzkarten deutet, kann von Kartenleger zu Kartenleger sehr unterschiedlich sein.

Weit verbreitet ist die Ansicht, die Korrespondenzkarten so zu deuten, wie man auch das Haus einer Karte deuten würde, d.h. als zusätzliche Information zu dieser Karte. Nehmen wir als Beispiel wieder an, dass die Karte „Ring“ mit der Karte „Anker“ korrespondiert. Der Ring steht für jede Art von Beziehung oder auch für einen Vertrag. Durch die korrespondierende Karte Anker könnten wir nun deuten, dass es sich um eine ganz bestimmte Beziehung handelt, nämlich um eine Arbeitsbeziehung oder wenn es um einen Vertrag geht, dass es sich um einen Arbeitsvertrag handelt.

Eine andere Möglichkeit die Korrespondenzkarten zu deuten, ist als Blick auf die Zukunft. Betrachten wir uns das gleiche Beispiel von eben noch einmal, dann ergibt sich mit dieser Art der Deutung eine veränderte Sichtweise. Eine Deutung von Ring und Anker würde dann ergeben, dass sich die Beziehung in Zukunft festigen wird, oder dass die Beziehung beibehalten wird. In jedem Fall würde man in der Deutung eine mögliche zukünftige Entwicklung sehen und nicht eine gegenwärtige Einschätzung.

Aber auch andere Arten der Deutung dieser speziellen Karte sind möglich. Wichtig ist nur, dass Sie sich einmal bewusst dafür entscheiden, welche Bedeutung die Korrespondenzkarte für Sie haben soll und dann dabei bleiben.

Bildernachweis

Tin can phone* – photodune 1636087
(* = Werbepartner)

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