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    Kartenorakel
    Jahreslegung

    Die Jahreslegung – ein Legesystem für den Ausblick auf die nächsten 12 Monate

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    Von Kartenorakel am 15. Dezember 2017 Legesysteme

    Das neue Jahr kommt unaufhaltsam näher. Spätestens wenn die Hektik der Vorweihnachtszeit abgeklungen ist und wir im Kreis der Familie und Freunde an den Feiertagen gemütlich zusammensitzen, steigt in uns das Bedürfnis auf, das Jahr Revue passieren zu lassen. Wir denken darüber nach, was in den vergangenen Monaten gut gelaufen ist und was eher nicht unseren Wünschen entsprochen hat. An diesem Punkt schließt sich dann ganz natürlich die Frage an, was wohl das nächste Jahr bringen wird.

    Ein schöne Möglichkeit das Jahr ausklingen zu lassen und sich schon darauf einzustimmen, was einen in den nächsten 12 Monaten erwarten könnte, ist die Jahreslegung mit den Lenormandkarten. Bei diesem Legesystem werden in der Regel 12 mal drei Karten ausgelegt. Jeweils eine Reihe steht dann für einen Monat des nächsten Jahres. Gedeutet werden die Karten in der Weise, dass eine Karte mit jeder der anderen beiden zu einer Zweier Kombination verbunden wird, so dass insgesamt drei kurze Aussagen entstehen, die man dann zu einem Deutungssatz zusammenfügen kann.

    Betrachten wir uns als Beispiel die Monate Januar und Februar einer fiktiven Jahreslegung

    Jahreslegung Beispiel

    Für den Januar sind die Karten Störche, Kind und Sonne gefallen. Es ergeben sich daraus die folgenden zu deutenden Kombinationen:
    Störche + Kind könnte z.B. bedeuten: eine Geburt.
    Störche/Sonne könnte z.B. bedeuten: eine positive Veränderung, die großes Glück verspricht.
    Kind + Sonne könnte z.B. bedeuten: etwas Neues erblickt das Licht der Welt.

    Die Formulierung der Gesamtdeutung für die einzelnen Monate kann nun ganz unterschiedlich aussehen. Wie immer gibt es eine Fülle von möglichen Aussagen. Daher ist es wichtig, auch die persönliche Situation mit in die Interpretation der Karten einzubeziehen.

    Ist es bspw. so, dass im Umfeld des Fragestellers Nachwuchs auf dem Weg ist, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Karten für den Januar die Geburt ankündigen, und dass diese gut verlaufen wird. Das Kind wird in diesem Monat großes Glück in das Leben des Fragestellers bringen. Ist hingegen kein Baby in Sicht, dann wird in diesem Monat voraussichtlich auch kein Kind „vom Himmel fallen“. Deuten Sie die Karten bei der Jahreslegung immer mit Blick auf das, was am wahrscheinlichsten erscheint und was für den Fragesteller thematisch auch am bedeutendsten sein kann.

    In diesem Fall könnte der Januar z.B. auch aussagen, dass sich eine neue Entwicklung abzeichnet, die dem Fragesteller großes Glück verspricht und die wahrscheinlich den weiteren Verlauf des Jahres beeinflussen wird. Störche, Kind und Sonne stehen gemeinsam für so etwas wie den Urknall, etwas Großes kann in diesem Monat begründet werden. Auf jeden Fall zeigt sich in diesem Januar eine spürbare Veränderung, die dem Leben des Fragestellers einen neuen und positiven Impuls gibt, der sich aber noch in den Kinderschuhen befindet.

    Für den Februar sind die Karten Blumen, Schlange und Hund gefallen. Es ergeben sich daraus die folgenden zu deutenden Kombinationen:
    Blumen/Schlange könnte z.B. bedeuten: ein Zusammentreffen mit der Mutter.
    Blumen/Hund könnte z.B. bedeuten: ein Treffen verläuft freundschaftlich.
    Schlange/Hund könnte z.B. bedeuten: die Schwierigkeiten bleiben bestehen.

    Bei der Deutung der Februar Karten wird ebenfalls deutlich wie wichtig es ist, die persönliche Lebenssituation des Fragenden nicht außer Acht zu lassen. Handelt es sich z.B. um eine Person, die seit längerem Schwierigkeiten mit der eigenen Mutter hat, dann könnten die Karten für den Februar aussagen, dass in diesem Monat ein Treffen mit der Mutter stattfinden wird und dass es freundschaftlich verlaufen wird, aber auch, dass damit die bestehenden Schwierigkeiten noch nicht aus dem Weg geräumt sind.

    Hat der Fragesteller hingegen ein herzliches Verhältnis zu seiner Mutter, dann macht die eben beschriebene Deutung weniger Sinn. Nehmen wir zusätzlich einmal an, dass die Mutter einen Hund besitzt, dann könnte die folgende Aussage sinnvoll sein: im Februar wird es eine Feier geben, bei der die Mutter des Fragestellers anwesend sein wird. Sie wird ihren Hund mitbringen, der auf dieser Feier Komplikationen verursacht.

    Nach dem gleichen Prinzip würde man nun auch noch für die Monate März bis Dezember jeweils drei Karten auslegen und deuten.

    Natürlich kann man dieses Legesystem nicht nur im Dezember auslegen, sondern auch an jedem beliebigen anderen Tag im Jahr. Die erste Reihe beginnt dann immer mit dem Monat, der auf das aktuelle Datum folgt. Würde man bspw. im Juni die Karten auf diese Weise auslegen, dann würde die erste Reihe für den Juli stehen, die zweite für den August, u.s.w., bis man wieder im Mai angekommen ist und so die 12 Monate ausgelegt hat.

    Modifikation der klassischen Jahreslegung

    In der klassischen Variante verwendet man für dieses Legesystem ein einzelnes Kartendeck und legt alle 36 Karten in einem Rutsch aus, so dass man 12 Reihen à drei Karten vor sich liegen hat und beginnt dann mit der Deutung. Der Nachteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass keine Karten doppelt vorkommen können und jede Karte zwangsläufig ein mal vorkommen muss. Das macht es manchmal schwierig, die Karten korrekt zu deuten.

    Nehmen wir einmal an, dass der Fragesteller ein Jahr ohne jeden Kummer vor sich hat, dann zeigt sich die Problematik. Der Sarg wird dennoch in der Legung auftauchen und müsste nun abweichend von der klassischen Bedeutung von Kummer und Trauer gedeutet werden, um dem tatsächlichen Schicksal des Betreffenden gerecht zu werden. Gerade wenn man nur drei Karten für den entsprechenden Monat zur Verfügung hat, dann ist es nicht leicht die Deutung negativer Karten in einem positiven Gesamtzusammenhang zu sehen.

    Deshalb bevorzuge ich die Variante, für jeden Monat ein komplettes Kartendeck zu verwenden. Falls einem nur ein Kartendeck zur Verfügung steht, dann kann man jeden Monat einzeln auslegen, deuten und danach die Karten wieder zurück ins Deck legen. So beginnt man jeden Monat mit allen 36 Karten.

    Wenn man aber idealerweise sogar 12 Kartendecks zur Verfügung hat, dann kann man alle 12 Reihen auf einmal auslegen und verwendet dabei für jeden Monat ein anderes Kartendeck. Es ist dabei auch nicht wichtig z.B. 12 Exemplare der Blauen Eule zu verwenden. Ich selbst nutze für dieses Legesystem immer ganz unterschiedliche Kartendecks und lasse dabei auch den „Zufall“ entscheiden, welches Kartendeck welchem Monat zugewiesen wird. Jedes Kartendeck hat seine ganz besondere Energie und ich lasse dann diese Besonderheiten auch in meine Deutung mit einfließen.

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    Herzlich willkommen beim Kartenorakel. Mein Name ist Patrick Scheller, ich bin der Autor dieses Blogs. Seit vielen Jahren widme ich mich mit großer Faszination der beeindruckenden Welt der Lenormandkarten. Auf dieser Website teile ich mein Wissen über die Karten. Ich hoffe damit einen virtuellen Ort der Inspiration und ein Nachschlagewerk für alle am Kartenlegen Interessierten schaffen zu können.

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